Photodynamische Therapie beim Pferd

Gezielte Behandlung ausgewählter Augen- und Tumorkrankungen mit lichtaktivierten Farbstoffen
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Photodynamische Therapie beim Pferd

Die photodynamische Therapie (PDT) ist ein modernes Behandlungsverfahren, bei dem ein lichtempfindlicher Wirkstoff – ein sogenannter Photosensibilisator – mit Licht einer bestimmten Wellenlänge aktiviert wird. Dadurch entsteht eine lokale Reaktion im behandelten Gewebe. Ein Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass die Wirkung weitgehend auf den zuvor behandelten und anschließend belichteten Bereich begrenzt werden kann. In der Pferdemedizin wird die photodynamische Therapie bei ausgewählten Erkrankungen eingesetzt. Besonders interessant ist ihr Einsatz in der Augenheilkunde.

Photodynamische Therapie am Pferdeauge

Das Pferdeauge stellt besondere Anforderungen an jede Behandlung: Gesundes und erkranktes Gewebe liegen häufig unmittelbar nebeneinander und wichtige Strukturen sollen möglichst geschont werden.

Die PDT ermöglicht eine lokal begrenzte Behandlung und kann deshalb bei ausgewählten Erkrankungen des Auges eine sinnvolle Therapieoption oder Ergänzung zu anderen Verfahren darstellen.

Wissenschaftlich untersucht wurde sie beim Pferd insbesondere bei:

  • Plattenepithelkarzinomen (PEK/SCC) im Bereich des Auges und der Augenlider
  • immunmediierter Keratitis (IMMK)

Ob eine photodynamische Therapie sinnvoll ist, entscheiden wir immer anhand des individuellen Befundes, der Lokalisation und des Ausmaßes der Erkrankung.

Photodynamische Therapie bei Tumoren am Auge

Das Plattenepithelkarzinom (PEK) gehört zu den häufigsten Tumoren am Pferdeauge. Die photodynamische Therapie kann bei geeigneten Veränderungen ergänzend zur chirurgischen Entfernung eingesetzt werden. Dabei wird das Operationsgebiet nach der Entfernung des Tumors zusätzlich behandelt. Ziel ist es, möglicherweise verbliebene Tumorzellen zu erfassen, gesundes Gewebe möglichst zu schonen und das Risiko eines erneuten Tumorwachstums zu reduzieren. Für diese Anwendung liegen beim Pferd vielversprechende wissenschaftliche Ergebnisse vor.

Photodynamische Therapie bei immunmediierter Keratitis

Auch bei der immunmediierten Keratitis (IMMK), einer entzündlichen Erkrankung der Hornhaut, kann die photodynamische Therapie bei ausgewählten Patienten eingesetzt werden. Dabei wird ein lichtempfindlicher Wirkstoff gezielt in die betroffene Hornhaut eingebracht und anschließend mit einem speziellen Laser aktiviert.

Wie läuft die Behandlung ab?

Vor jeder Behandlung untersuchen wir das Auge gründlich und prüfen, ob die photodynamische Therapie für den jeweiligen Befund sinnvoll ist. Je nach Erkrankung wird ein lichtempfindlicher Wirkstoff in das zu behandelnde Gewebe, also zum Beispiel in das Operationsgebiet oder in die Hornhaut eingebracht und anschließend mit Licht einer bestimmten Wellenlänge aktiviert. Der genaue Ablauf und die notwendige Nachbehandlung richten sich nach der jeweiligen Erkrankung und werden individuell auf das Pferd abgestimmt.

Häufige Fragen zur photodynamischen Therapie beim Pferd

Moderne Therapie – gezielt eingesetzt

Nicht jedes moderne Verfahren ist automatisch die beste Behandlung. Wir setzen die photodynamische Therapie deshalb gezielt dort ein, wo sie aufgrund des individuellen Befundes medizinisch sinnvoll erscheint. Vor der Behandlung besprechen wir mit Ihnen die Diagnose, mögliche Alternativen und die zu erwartenden Erfolgsaussichten.


Sie möchten wissen, ob eine photodynamische Therapie für Ihr Pferd infrage kommt? Sprechen Sie uns gerne an.

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