Argon-Kaltplasmatherapie

Moderne Kaltplasmatherapie bei Wunden und ausgewählten Augenerkrankungen
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Die Argon-Kaltplasmatherapie

Die Argon-Kaltplasmatherapie ist ein modernes Behandlungsverfahren, das vor allem aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften eingesetzt wird. Das kalte Plasma kann die Keimbelastung im behandelten Gewebe reduzieren, ohne dabei eine relevante thermische Belastung zu verursachen. Dadurch eignet sich das Verfahren auch für empfindliche Körperregionen und kann bestehende Therapien beispielsweise bei Wunden, nach Zahnextraktionen oder bei ausgewählten Erkrankungen der Hornhaut ergänzen.

Nicht jedes Kaltplasma ist gleich

Kaltplasma kann mit unterschiedlichen technischen Verfahren erzeugt werden. Wir arbeiten mit einem medizinischen Plasma-Jet auf Argonbasis. Dabei dient das Edelgas Argon als definiertes Prozessgas, aus dem das Plasma erzeugt wird.

Dieses Verfahren unterscheidet sich von Systemen, bei denen das Plasma beispielsweise mittels dielektrischer Barriereentladung (DBD) direkt aus der Umgebungsluft erzeugt wird. Die Art der Plasmaerzeugung beeinflusst die Zusammensetzung und Eigenschaften des entstehenden Plasmas. Gerade bei empfindlichem Gewebe und in der Augenheilkunde ist für uns deshalb entscheidend, welche Plasmatechnologie eingesetzt wird und mit welchen Behandlungsparametern gearbeitet wird.

Die Argon-Kaltplasmatherapie in der Augenheilkunde

Ein besonderer Schwerpunkt liegt für uns in der Anwendung am Pferdeauge. Argon-Kaltplasma kann bei ausgewählten Erkrankungen der Hornhaut ergänzend zur konventionellen Behandlung eingesetzt werden – beispielsweise bei infizierten Hornhautdefekten sowie bakteriellen oder mykotischen Keratitiden. Dabei nutzen wir insbesondere die antimikrobiellen Eigenschaften des Plasmas. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, entscheiden wir anhand des jeweiligen Augenbefundes und ergänzend zur notwendigen medikamentösen oder chirurgischen Therapie.

Die Argon-Kaltplasmatherapie in der Zahnheilkunde

Nach Zahnextraktionen kann die Behandlung die Heilung der Wunde unterstützen und durch ihre antimikrobielle Wirkung zu einer unkomplizierten Regeneration des Gewebes beitragen. Vor allem nach Zahnextraktion bei der sogenannten EOTRH-Erkrankung der Schneidezähne beim Pferd kann die Wundheilung deutlich beschleunigt werden.

Die Argon-Kaltplasmatherapie bei chronischen Wunden

Auch bei chronischen, infizierten oder schlecht heilenden Wunden kann die Argon-Kaltplasmatherapie eine sinnvolle Ergänzung der klassischen Wundbehandlung sein. Sie unterstützt die Bildung gesunden Gewebes und schafft optimale Voraussetzungen für eine natürliche Heilung.


Häufige Fragen zur Argon-Kaltplasmatherapie beim Pferd (FAQ)

Moderne Therapie – sinnvoll ergänzt

Die Argon-Kaltplasmatherapie ist für uns kein Ersatz für eine notwendige Behandlung, sondern eine zusätzliche therapeutische Möglichkeit. Ob sie eingesetzt wird, entscheiden wir anhand der Erkrankung, des jeweiligen Befundes und des bisherigen Verlaufs.


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